Wie wichtig ist Dir Deine Gesundheit?

"Gesundheit ist nicht alles, aber ohne ist alles nichts!"

 Wie wichtig ist Dir Deine Gesundheit?

„Wie wichtig ist Dir Deine Gesundheit?“ Auf den ersten Blick ist das eine ganz einfache Frage. Wenn Du Dir im stressigen Alltag jedoch mehr als 3 Sek. zur Beantwortung nimmst und wirklich einmal darüber nachdenkst und reflektierst, dann hat diese Frage viel Tiefgang.

Ich stelle diese Frage regelmäßig in meinen Seminaren als erste „Selbsteinschätzung“. „Wie wichtig ist Dir Deine Gesundheit auf einer Skala von 1-10 (1 = gar nicht wichtig / 10 = extrem wichtig)?“  Meist liegen die Werte der Teilnehmer zwischen 7 und 10. Bei der zweiten und weitergehenden Frage: „Was tust Du regelmäßig für Deine Gesundheit?“ ist dann das „Entsetzen“ und die „eigene Scham“ groß. Viele fühlen sich von sich selbst ertappt und merken schon hier, dass die Erkenntnis über die Wichtigkeit der eigenen Gesundheit leider nicht immer automatisch auch für die Umsetzung im Alltag sorgt. Im Alltag verliert man den Fokus der eigenen Gesundheit schnell einmal, denn es gibt so viele andere wichtige Dinge, die jetzt einfach einmal vorgehen. Nur angewandtes Wissen ist Macht!

Vor ein paar Wochen hatte ich nun schon bei der ersten Frage eine 4 bei der Selbsteinschätzung in einer Seminargruppe. Auf meine Frage, was denn wichtiger sei als Gesundheit, antwortete die Frau mit der 4´er Bewertung, die Familie, speziell die Kinder (2 und 5 Jahre) und ihre Mutter, die sie pflegt und auch die Arbeit, denn ohne das Geld würde das ganze Leben ja nicht funktionieren. O-Ton: „Da steht meine eigene Gesundheit hinten an.“ Das war ihr Standpunkt.

Natürlich gibt es auf die Schätzfrage oben keine richtige Antwort. Jeder muss das für sich bewerten und man kann lange Diskussionen mit Pro und Kontra führen, was nun wirklich das Wichtigste ist. Darum geht es mir auch gar nicht. Mir geht es dabei um eine ganz andere Frage.

Gesundheit ist die Basis

„Was ist die Basis? Was ist die Grundlage von Deinen wichtigen Lebensbereichen?“ Ja, und für mich ist es die Gesundheit. Und diese Sichtweise möchte ich für das Beispiel oben ein wenig ausführen. Die Frau oben in Doppelbelastung (Arbeit, Kinder, Haushalt) oder ist es eher eine Dreierbelastung, ist diejenige, die die Familie zusammenhält, dafür sorgt, dass für alle gesorgt ist – sie ist für alle da. Das war in dem Fall oben so zumindest von der Frau beschrieben und das ist aus meiner Erfahrung heraus kein Einzelfall. Wenn diese Frau nun nicht auch für die eigene Gesundheit sorgt und krank wird, ich rede hier nicht von einer Erkältung, sondern von einer langfristigen, schweren Krankheit, was passiert dann automatisch mit der Familie und dem für sie höher bewerteten Lebensbereichen? Ist nicht ihre Gesundheit viel mehr die Basis, damit sie und auch die Familie das Leben führen kann, was sie sich ausgesucht haben und mit dem sie, so die Frau, sehr zufrieden sind? Die Kinder sind mit 2 und 5 Jahren von ihr abhängig, die pflegebedürftige Mutter ist es ebenfalls. Das System bricht zusammen, wenn die Frau ausfällt.

Wie sieht es mit dem Finanziellen aus? Natürlich benötigen wir in unserer Gesellschaft Geld, denn sonst können wir in unserer Zivilisationsgesellschaft gar nicht bestehen. Wo genau da die Schwelle ist, wie viel der Einzelne benötigt, hängt natürlich ebenfalls wieder mit den eigenen Bedürfnissen, dem aufgebauten Lebensstandard und auch der Grundeinstellung zusammen. Im Fall der Frau sagte sie, dass sie mit den zwei Gehältern gut leben können und ihr Leben genießen können. Mit einem Gehalt wäre es an allen Ecken und Enden eng und das wollen sie nicht. Ist hierdurch das Einkommen höher zu bewerten, als die Gesundheit? Auch hier bin ich wieder der Meinung, dass die Gesundheit die Basis für das Einkommen darstellt. Wenn ich gesund bin, kann ich regelmäßig und gut arbeiten. Ich habe mein Auskommen und, wenn ich das denn möchte, kann ich sogar mehr verdienen (Beförderung, Abteilungswechsel, Firmenwechsel, etc.). Ich habe alle Möglichkeiten. Wenn ich langfristig und schwer erkranke, dann bekomme ich zwar ab dem 43. Krankheitstag durch das Krankengeld mein Gehalt weiter, jedoch schon hier mit Abstrichen. Eine Weiterentwicklung (Beförderung, Abteilungswechsel, Firmenwechsel, etc.) macht eine Langfristerkrankung auf jeden Fall nicht einfacher. Und immerhin gibt es in Deutschland knapp 1,3 Millionen Langzeitkranke (Stand 2015).

Über eine gute Gesundheit und somit körperliche und geistige Leistungsfähigkeit habe ich die Basis, um meine finanzielle Lage frei zu gestalten und zu verändern. Ich erhalte dadurch die Freiheit ohne Einschränkung die Arbeit auszuüben, die ich möchte, bzw. mir die Ausgangslage zu verschaffen (Abschlüsse, Ausbildung, etc.) meinen Wunschberuf zu ergreifen. Mit Bluthochdruck werde ich nicht als Pilot eingestellt, mit einem Tinnitus und leichter Höreinschränkung wird es als Dolmetscher schwer, nach einem Schlaganfall ist die Karriere als Rennfahrer in weite Ferne gerückt, usw. – nur einige von unzähligen Beispielen.

Für viele andere Lebensbereiche, die ebenfalls wichtig sind, kann man die gleichen Überlegungen, wie in dem Beispiel oben anstellen. Nimm Dir doch vielleicht genau jetzt, da Du gerade diesen Blogbeitrag liest, einen kurzen Augenblick Zeit und reflektiere Deine eigene Gesundheit. Wie wichtig ist Deine Gesundheit? Wie wichtig ist Deine Gesundheit auf einer Skala von 1-10? Welche Lebensbereiche sind für Dich wichtiger? Ist Gesundheit daran nicht vielleicht beteiligt oder stellt sogar die Basis dar? Prüfe das doch einmal für Dich.

Was tust Du für Deine Gesundheit?

Was tust Du für Deine Gesundheit?

Und dann gehe noch einen Schritt weiter und stelle Dir die zweite Frage von oben. „Was tust Du regelmäßig für Deine Gesundheit?“ Die Bewertung und das Verständnis für die Wichtigkeit ist das eine. Wie sieht es aber mit der Umsetzung aus? Denkst Du noch oder tust Du schon?

Es gibt so viele Möglichkeiten die eigene Gesundheit günstig zu beeinflussen. Manchmal sind es Kleinigkeiten. Die meisten tun dabei nicht einmal weh, können sogar Spaß machen, gut schmecken und das Leben bereichern.

Mit vielen unterschiedlichen dieser Kleinigkeiten möchte ich Dich mit diesem Blog unterstützen. Nach und nach werde ich hier die unterschiedlichen Säulen der Gesundheit durchleuchten, Querverbindungen der Säulen aufzeigen, so dass sich daraus ein „Großes Ganzes“ ergibt. Besonderes Augenmerk werde ich dabei auf das Thema Stress- und Ressourcenmanagement richten, denn hierauf wird in meiner Wahrnehmung häufig nicht in genügender Tiefe und Genauigkeit eingegangen.

Damit Du nun den ersten Schritt in die Selbstreflektion gehen kannst, hier noch einmal die entsprechenden Fragen.

Mein Tipp: Nimm Dir ein wenig Zeit. Beantworte diese Fragen für Dich schriftlich. Das macht es zum einen für Dich verbindlich (wer schreibt, der bleibt), Du wirst dabei merken, dass Du viel intensiver über bestimmte Punkte nachdenkst, bzw. Dir beim Tun noch viel mehr Punkte einfallen und Du bekommst es dadurch viel intensiver in Deinen Fokus. Das wird Dir in der Folge helfen, aber über das Thema „Fokussierung“ werde ich erst in einem späteren Blogartikel schreiben.

 

6 Fragen zu Deiner Gesundheit:

  • Was sind Deine wichtigsten Lebensbereiche?
  • Wie wichtig ist Dir Deine Gesundheit auf einer Skala von 1 – 10 (1 = gar nicht wichtig / 10 = extrem wichtig)?
  • Stellt Deine Gesundheit für Deine wichtigen Lebensbereiche eine bzw. die Basis dar?
  • Was tust Du aktuell in Deinem Alltag günstiges für Deine Gesundheit?
  • Was tust Du aktuell in Deinem Alltag ungünstiges für Deine Gesundheit? (Hier ist es wichtig, dass Du das nicht gleich bewertest. Das hier stellt eine Bestandsaufnahme dar. Und da ist Ärger unnütz. Du kannst Deine Vergangenheit nicht ändern, Du kannst aber jetzt damit beginnen Deine Zukunft zu gestalten.)
  • Was möchtest Du zukünftig mehr an günstigen Dingen für Deine Gesundheit in Deinem Alltag mit aufnehmen?
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