3 Fragen für weniger Stress

3 Fragen für weniger Stress

3 Fragen für weniger Stress

 

„Hast Du nicht einen guten Tipp gegen Stress für mich?“ Das ist eine häufige Frage, mit der ich konfrontiert werde, wenn mir unbekannte Menschen im Gespräch erfahren, dass ich Stressmanagement Seminare gebe.

Einen guten und allgemein gültigen Tipp für das Thema Stress in eine paar Sätzen oder auf 2 Seiten Blogbeitrag zu geben, ist fast nicht machbar und kann einen verleiten, selbst in Stress zu geraten. Als ich damals anfing als Trainer im Bereich Gesundheit und Stressmanagement zu arbeiten war das die ersten Male auch mein Impuls. Die Wahrnehmung von diesem Stressreiz war dann jedoch zeitgleich die Lösung für meinen eigenen Stresspegel und die Rettung für diese Tippseite.

 

Die EMR-Methode

Als erstes wart die Wahrnehmung 🙂  Ich habe vor einigen Jahren die EMR-Methode für das Thema Stress entwickelt

  • E-rkennen
  • M-essen
  • R-eduzieren

Bei ganz vielen meiner Seminarteilnehmer liegt das Hauptproblem im ersten Bereich, im Stress E-rkennen also genau dieser Wahrnehmung.

3 Fragen für weniger Stress

Stress bei anderen Menschen zu erkennen, ist einfach. Du sitzt da, schaust von außen zu, wie ein anderer hetzt, sich die Haare rauft und die Kontrolle verliert und selbst hast Du als Zuschauer sofort das Problem erkannt und eine Lösung parat.

Bist Du hingegen selber in Hektik, mit mehreren Dingen gleichzeitig beschäftigt, gestresst,…, dann nimmst Du das ungeschult eher selten in der Situation wahr, sondern erst hinterher, wenn Du Dich kaputt und abgespannt fühlst. Und genau das stellt im Alltag das Hauptproblem dar. Wie soll ich zukünftig in Situationen Stress vorbeugen, Stressreize vermeiden bzw. verringern, wenn ich gar nicht bewusst merke, wann ich eigentlich in Stress gerate bzw. was genau mich stresst.

Den eigenen Stress zu E-rkennen, das kannst und darfst Du trainieren. Damit Du das zukünftig gut umsetzen kannst, wäre ein wenig Wissen über das Reiz-Reaktions-System Stress, die Funktionszusammenhänge in Deinem Organismus und das Thema Bewusstsein und Unterbewusstsein sehr sinnvoll. Das funktioniert aber leider nicht auf 2 Seiten. Und da mein Ziel von diesem Blog ja ist, pragmatisch an Dinge heranzugehen, werde ich darauf in späteren Blogbeiträgen zu sprechen kommen. Hier nun der Praxistipp ohne Basiswissen und Herleitung. Probiere ihn unbedingt mehr als 1 Mal in unterschiedlichen Situationen aus.

 

3 Fragen für weniger Stress

Schalte im Alltag in Aktionsphasen, also in Phasen, in denen viel los ist, regelmäßig für einen kurzen Moment Dein Bewusstsein ein und nimm wahr, ob da gerade Stress ist, Du etwas als stressig empfindest oder sich gerade beginnt ein ungutes, stressiges Gefühl aufzubauen. Wenn Du das nun wahrnimmst, dann stelle Dir die folgenden 3 Fragen:

  1. Ist Dein Leben, durch die Situation, die Dich gerade stresst akut in Gefahr? Falls ja, unbedingt handeln 😉 Falls nein – weiter mit Frage 2
  2. Wenn Du nur noch 3 Monate zu leben hättest, würdest Du Dich von der Situation, die Dich gerade stresst, stressen lassen? Falls nein – weiter mit Frage 3
  3. Wenn Du die Situation, die Dich gerade beginnt zu stressen, einem 4 jährigen Kind erklären müsstest, würde das Kind verstehen, warum Du gerade gestresst bist?

 

Falls nein, dann ist es auch nicht wert, dass Du Dich jetzt stresst, Hormone ausschüttest, die Dir Energie rauben, Dein freies Denken einschränken und langfristig Deine Gesundheit schädigen.

Jeder Stressreiz, den Du durch diese 3 Fragen weniger hast, ist günstig für Deine Gesundheit, Deinen Stresslevel und Deine Performance. Es ist eine Kleinigkeit. Viele Kleinigkeiten auf lange Sicht addieren sich ordentlich auf und können viel mehr bewirken, als  wir häufig auf den ersten Blick glauben.

Damit diese Technik bei Dir funktioniert, ist es unabdingbar, dass Du diese kurzen Momente des Bewusstseins in Deinen Alltag installierst. Denn nur so nimmst Du Stress in den Momenten wahr, in denen er entsteht und kannst direkt gegensteuern.

 

Viel Spaß beim Umsetzen.

 

 

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